Was ist eine VHF bzw. Solar-VHF?
Abbildung: Aufbau Solar-VHF (Quelle: FVHF)
Gestaltungsmöglichkeiten
Durch die unsichtbare Integration der solarthermischen Komponenten in der Solar-VHF bleiben die gestalterischen Vorteile und Freiheiten einer VHF erhalten. Dies gilt auch für die Farbgestaltung der Fassaden, wobei ein dunklerer Farbton vorteilhaft für die solaren Wärmeerträge ist.
Im Forschungsprojekt „Solar-VHF“ wurden die folgenden Materialien untersucht und erprobt:
untersucht und erprobt.
Abbildung: Auszug der farblichen Gestaltungsmöglichkeiten der Werkstoff Beton und Metall (Quelle: Fraunhofer IBP)
Einbindung bzw. Anlagenkonzept
Abbildung: Beispielhafte Einbindung einer Solar-VHF in das Anlagenkonzept einer Sole/Wasser-Wärmepumpe (Quelle: Fraunhofer IBP)
Jährliches Ertragspotential
Abbildung: Theoretischer Jahresertrag unterschiedlicher Fassadentypen in Abhängigkeit der Betriebstemperatur und die dazugehörigen Anwendungsbereiche. Simulationsergebnisse für Süd-ausgerichtete Fassaden mit Wetterdatensatz vom Standort Würzburg. Vergleich mit einem konventionellen fassadenmontierten unabgedeckten Solarkollektor (Quelle: ISFH)
Je nach konstruktivem Aufbau, Farbgestaltung und verwendetem Bekleidungsmaterial lassen sich mit einer Solar-VHF unterschiedliche Erträge und Temperaturniveaus erreichen. Fassaden ohne zusätzliche transparente Abdeckung entsprechen in ihrem Verhalten dabei annähernd unabgedeckten Solarkollektoren und sind daher besonders für die Nutzung von Umweltwärme auf einem geringem Temperaturniveau geeignet. Aufbauten wie die Isolierglas-Fassade erreichen bei solarer Einstrahlung auch höhere Temperaturniveaus, wodurch sich die Wärme auch zur direkten Warmwassererzeugung einsetzen lässt.
Als Quelle für Wärmepumpen bieten sich Temperaturen zwischen -10 °C und 25 °C an. Werden die thermisch aktivierten Fassaden durch die Wärmepumpe unter die Taupunkttemperatur abgekühlt, können Kondensation oder Vereisung an der Fassadenoberfläche auftreten. Ein Effekt, der ggf. aus ästhetischen Gründen nicht gewünscht ist.
Temperaturen über 10 °C eigenen sich bereits zur Regeneration oder Erwärmung von Erdsondenfelder oder Eisspeicher.
Temperaturen über 25 °C können zur direkten Beheizung bzw. TWW-Vorerwärmung verwendet werden.
Arbeitsschritte bei der Erstellung einer Solar-VHF
1) Die Bekleidungselemente inklusive der integrierten Wärmetauscher werden analog zur VHF im Werk gemäß den planerischen Vorgaben (Elementgrößen, optische Gestaltung) vorkonfektioniert.
2) Vor der Montage der Bekleidungselemente an der Fassade werden die Rohrleitungen zum Anschluss der Solar-VHF-Elemente an der Fassade verlegt (in der Regel im Bereich des späteren Hinterlüftungsraumes, zwischen Bekleidung und Wanddämmung)
3) Es folgt die Montage der Bekleidungselemente an der Fassade. Diese ist im Wesentlichen identisch mit den Arbeitsschritten einer VHF. Einziger Unterschied ist, dass ein Heizungsmonteur vor Ort ist, welcher die Anschlussarbeiten der einzelnen Elemente an das Rohrnetz übernimmt.